18:15
Wien um 1900 war auch eine ostjüdische Stadt, in der sich die zweite Generation der aus Böhmen oder Galizien Gekommenen schnell akkulturierte – so auch Freud. Er verstand sich als „gottloser Jude“, doch ist Glauben im Judentum ohnehin nicht so wichtig wie die Einhaltung religionsgesetzlicher Regelungen, der Halacha.
18:15
Am Anfang steht ein Quellenfund: Protokolle von Psychotherapie-Sitzungen einer Schweizer Klinik, wo nicht nur PatientInnen, sondern auch „Schwestern“, also Pflegerinnen, der „Talking Cure“ unterzogen wurden. Die Blackbox der Geschichte psychotherapeutischer Praxis gibt so einen Einblick in deren Inneres.
2019 feiern wir den hundertsten Jahrestag der Veröffentlichung eines Buchs, das zu den kanonischen Werken der Kulturgeschichte und Kulturwissenschaften gezählt werden darf: Johan Huizingas „Herbst des Mittelalters“. Diesen Jahrestag wollen wir zu einem Rückblick auf das Lebenswerk des Autors und die Gründungsgeschichte der Kulturwissenschaft nutzen.
18:15
Die Fähigkeit zur Selbsterkennung im Spiegel wird oftmals als Indiz für ein vorhandenes Selbstbewusstsein beim betreffenden Tier gewertet. So werden immer mehr Arten dem sogenannten Spiegelexperiment unterzogen, um einem etwaigen Selbstbewusstsein auf die Spur zu kommen. Doch kann das Experiment leisten, was sich Forschende versprechen?
18:30
Leopoldstadt’s own Alfred Polgar is beloved by his readers for many things. In this talk, the American philosopher Edmund Leites will pay special attention to Polgar’s usage of some of the underused resources of the German language to great success. It would be worthwhile to compare his achievement in this matter to two other great feuilletonists of the first half of the twentieth century, Alfred Kerr and Joseph Roth, not to rank them as writers, but in order to come closer to some of Polgar’s particular merits.
18:15
Translation, in Gramsci and Benjamin, functions as a point of condensation and exemplification of their other aesthetic, philosophical, historical and political interests.
18:15
Technologien künstlicher neuronaler Netzwerke (KNN) haben in den letzten Jahren wesentlich zum Leistungsfortschritt maschineller Sprachübersetzungssysteme beigetragen. Aus medienwissenschaftlicher Perspektive wird der Vortrag deren historische Genese nachzeichnen und KNN-Systeme selbst als Medientechnologien des Übersetzens untersuchen.