Programm

02 Juni 2014
18:00

Der 20. März 1991 markiert das Ende einer Ära: Im niederrheinischen Kalkar wird der „Schnelle Natriumgekühlte Brutreaktor SNR-300“ stillgelegt und damit zur größten Investitionsruine der alten BRD. Die Geschichte dieses Kraftwerks und seines Chefentwicklers Wolf Häfele markiert jedoch zugleich ein medientechnisch innovatives Denken, das der „Hypothetizität“ seiner technischen Beherrschbarkeit mit neuartigen medientechnischen Mitteln begegnete – mit Computersimulationen. Sebastian Vehlken erzählt, wie aus spekulativen Atomspielen spektakulärer Ernst wurde.

12 - 13 Juni 2014

Bevor Kriege geschichtswissenschaftlich erforscht werden, sind sie manchmal bereits zum Filmgenre geworden. Um etwa den Vietnamkrieg historisch zu fassen, kommt die Geschichtsschreibung nicht um das Korpus der Spiel- und Dokumentarfilme herum, welche den Krieg im fernen Indochina nach Hause in die dunklen Kinosäle Europas und Amerikas brachten – lange bevor die Geschichtswissenschaft sich daran machte, ihn zu erforschen.

16 Juni 2014
18:00

Departing from the typographic photo-collage fenster (window), Caroline L. Schopp traces an art-historical arc from fifteenth-century theories of perspective to the postwar Austrian avant-garde. Since the Renaissance, the window has provided a key metaphor for painting, structuring and surveying the subject to be seen. Against such a vision of painting, the avant-garde set out to fracture and close the window. fenster continues the avant-garde’s critique.