18:15
Am Körper getragene Self-Tracking-Technologien messen Bewegungsabläufe, Pulsschläge und Temperaturschwankungen, um Rückschlüsse auf die Körperfunktionen, das längerfristige Verhalten und einen »gesunden Lebensstil« zu ziehen. Wie Messapparaturen den Körper mit der Psyche, und die Täuschung mit der Offenbarung zusammen bringen, wird im Vortrag historisch nachvollzogen.
18:30 - 20:00
In seinem Vortrag geht László F. Földényi der Frage nach, warum die Gattungen der Biografie und Autobiografie so tief in der europäischen Kultur verwurzelt sind. Das Bedürfnis nach völliger Bloßlegung schließt sich wegen der unvermeidlichen narrativen Konstruktion notwendig mit einer starken Stilisierung zusammen, die gerade der Entblößung widerspricht. László F. Földényi untersucht dieses Paradoxon, mit Einbeziehung von Beispielen aus der bildenden Kunst, mit besonderem Blick auf die zeitgenössische Porträtmalerei.
18:15
Socialist realism was the main aesthetic doctrine and cultural policy of the socialist countries. Drawing on a cultural approach, Golan Gur explores the implications of this doctrine to music aesthetics in the GDR in view of the political experiences and convictions of Hanns Eisler and other émigré composers and musical thinkers.
Die Hannah Arendt gewidmete, gemeinsam mit dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) veranstaltete Tagung versucht, die ideengeschichtlichen Traditionen jener humanen und sozialen Vision zu rekonstruieren, die in der Überzeugung wurzelt, dass es – auch in einer säkularen Epoche – möglich ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
18:15
In seinem im Jahr 2010 erschienenen Roman „Waḥdahā šaǧarat ar-rummān“ thematisiert der irakisch-amerikanische Autor Sinan Antoon eine von Krieg und Gewalt zerrüttete Gesellschaft. Drei Jahre später veröffentlicht der Autor die englische Version „The Corpse Washer“ und macht den Roman einem internationalen Publikum zugänglich.