18:15
Ein Wiener Universitätsabsolvent und SS-Mann beforscht im Auftrag Himmlers die im polnischen Hochland ansässigen Górale und arbeitet an umfangreichen Datenerhebungen zur Klassifizierung der polnischen Bevölkerung. Wie seine Forschungsergebnisse zu selektionspolitischen Empfehlungen werden, untersucht Lisa Gottschall.
18:15 - 20:00
Simon Werle, vielfach preisgekrönter Übersetzer der französischen Theaterklassiker, hat 2017 die aufsehenerregende Vers-Gesamt-Neuübersetzung der „Fleurs du Mal“ von Charles Baudelaire vorgelegt, eines der Gründungsmanifeste der lyrischen Moderne. Für 2019 bereitet er einen zweiten Band vor, der außer den Prosagedichten des „Spleen de Paris“ bisher unübersetzte Jugendgedichte Baudelaires sowie ein Dramenfragment aus Baudelaires postromantischer Frühphase enthalten wird.
18:15
Zwischen den beiden Weltkriegen bot sich Neapel für Naturwissenschafter und Philosophen wie kaum ein zweiter Ort an, um dort, in dieser porösen Stadt direkt am Mittelmeer, über das Verhältnis von Lebensformen und ihren Umgebungen nachzudenken.
Nein sagen zu können bestimmt das Verhältnis des Menschen zur Welt. Im Begriff der Negativität kommt diese Fähigkeit in gesteigerter Form zum Ausdruck. Allein, was geschieht mit Politik, Literatur, Kunst oder Ich, wenn sie der Verneinung den Vorrang geben? Die Tagung verfolgt diese Frage interdisziplinär und kontextorientiert.
18:15
Die Dunkelziffer ist eine Figur des Verdachts. Mit ihr werden Ängste geschürt und Ressourcen mobilisiert. Aktuell fordern Politik und Wissenschaft auf nationaler und internationaler Ebene umfangreiche Dunkelfeldstudien. Sophie Ledebur fragt nach der Genealogie des Phänomens des unentdeckten Verbrechens.
18:15
Leila Alieva is a CARA/IFK_Fellow, and a Senior Common Room member of St. Antony’s College, Oxford University, where she previously was an academic visitor and a fellow of Council for At-Risk Academics (CARA)/Scholars Rescue Fund (SRF).
18:15
Im Februar 1909 verfasste Arnold Schönberg die ersten zwei Nummern der späteren „Drei Klavierstücke op. 11“. In einem Brief vom 13. Juli des Jahres bat er den in Berlin tätigen Pianisten und Komponisten Ferruccio Busoni um eine Aufführung der Stücke. Nach Erhalt der Manuskripte zeigte dieser großes Interesse – jedoch nicht an einer Aufführung.