Programm

11 April 2016
18:15 - 20:00

Das Operndorf ist das letzte große Projekt des deutschen Künstlers Christoph Schlingensief (19602010). Für sein Vorhaben konnte er den in Berlin arbeitenden Burkinabé Diébédo Francis Kéré als Architekten gewinnen. Gemeinsam haben die beiden das Operndorf in der Form entwickelt, wie es nun auch nach Schlingensiefs Tod in Burkina Faso verwirklicht wird.

14 - 15 April 2016
09:30 - 18:30

Als Kampfbegriff vom politischen Gegner geprägt, wurde das Rote Wien retrospektiv zum Mythos vom gelungenen gesellschaftspolitischen Gegenmodell. Mehr noch als seine Anfeindungen von außen sind es seine inneren Widersprüche, an die heutige und heute beinahe vergessene Fragen anknüpfen: Gibt es ein richtiges Leben im falschen?

18 April 2016
18:15 - 20:00

Die Verwaltung „Kakaniens“ hat Robert Musil einst mit liebevoller Ironie „die beste Bürokratie Europas“ genannt. Als eine Art rationalisierter und demokratisierter Inquisition hat sie hingegen der Jurist Albert Drach erfahren. Seine Romane machen der Bürokratie und ihren Nachwirkungen bis in die Zweite Republik auf eigentümliche Weise den Prozess. Ein Vortrag von Burkhardt Wolf.

20 April 2016
18:30 - 20:00

Es hat sich eingebürgert, von Paris, Wien, Berlin als den Zentren der europäischen Moderne zu sprechen. Die Stadt, in der man, wie Friedrich Nietzsche meinte, erfahren könne, was mit Europa geschieht, taucht in diesem Koordinatensystem nicht auf. Dabei markiert der Chronotop Petrograd/1917, dessen Jubiläum in einem Jahr begangen wird, eine Bruchstelle wie keine andere europäische Metropole.

25 April 2016
18:15 - 20:00

Reden, schwatzen, parlieren Es gibt viele Umschreibungen für das Phänomen der Geschwätzigkeit, das man auf den ersten Blick nicht mit der Romankunst des 19. Jahrhunderts in Verbindung bringen würde. Gleichwohl hat es dort einen prominenten Ort. Barbara Naumann untersucht die Funktion des Redens am Rande der Sinnlosigkeit im Roman.