18:15
Das Mittelalter lebt in der Moderne fort, ist Eric L. Santners überraschende These. In seinem Vortrag zeigt er, wo und wie sich Spuren der mittelalterlichen Kaiser- und Königreiche finden.
18:15
Der kleine, raue Bruder der Fotografie, das Fotogramm, steht im Mittelpunkt von Katharina Steidls Vortrag. In vielen Werken der Fotogeschichtsschreibung wird dem Fotogramm eine eigene Medialität abgesprochen – Katharina Steidl wird sie entwickeln.
18:15
Die Babylonier hatten einen faszinierenden Zugang zum geschriebenen Wort. Mit großer Kreativität brachten sie Ideen und Konzepte in die sprachlich richtige Form, wie Marc Van De Mieroop in seinem Vortrag auseinandersetzt.
Unzählige Male am Tag werden wir durch allgegenwärtige Kameras aufgenommen, wir hinterlassen Spuren im Internet, durch die wir jederzeit auffindbar sind. Sind wir Opfer einer totalen Überwachung, oder ist unsere digitalisierte Welt die einmalige Chance zur Teilhabe an öffentlichen Debatten und Politik?
18:15
Nicht nur die Geschwindigkeit, auch das Warten, die Entschleunigung, gewinnt um 1900 eine neue Bedeutung: Passive und zögerliche Antihelden bevölkern die Literatur. Andrea Erwig geht in ihrem Vortrag den Erscheinungsformen des Wartens nach.
18:15
Mit der ersten Lecture ehrt das IFK nicht nur einen bedeutenden amerikanischen Kulturhistoriker, der an den Universitäten in Berkeley und Princeton gelehrt und geforscht hat, sondern es würdigt auch Carl E. Schorskes wichtige Rolle in der Gründungsphase des IFK. Er war der erste Vorsitzende des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats und Spiritus Rector für die Platzierung unseres Forschungszentrums in der internationalen kulturwissenschaftlichen Forschungslandschaft. Seine wesentlichsten Werke umfassen die Monografien zur deutschen Sozialdemokratie (1906–1917) sowie zur Krise des klassischen Liberalismus um 1900 am Beispiel der Wiener ästhetischen und kulturellen Moderne.
Mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramtes.
18:15
Dass Gelehrtenwissen noch keine Geisteskrankheit ist, Metaphern nicht unverständlich sein müssen und dass es noch niemandem geschadet hat, ein kleines bisschen verrückt zu sein, zeigt Michaela Wiesinger in ihrem Vortrag über Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob.
13:30 - 18:30
Gegenwärtig diskutieren wir die Risiken und Errungenschaften von Google Street View oder Google Earth. Doch fotografische Messbilder haben eine Vorgeschichte, die bis weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Bei dieser Tagung geht es um kulturwissenschaftliche Perspektiven auf technische Bilder, mit denen ein Versprechen der totalen Erfassbarkeit der Welt verbunden ist.
18:15
As globalization advances and crises proliferate, the practice of rating countries on democracy and freedom of the press has become increasingly significant in driving funding for “democratization” by the United Nations, the IMF, the United States Government, and NGOs. Yet the basic methodological and philosophical underpinnings of the process are murky. Ellen Mickiewicz will examine what ratings are based on and how reliable they are.