Program

18 - 20 January 2023

Maria Lassnig ist bekannt als eine bedeutende und außergewöhnliche Malerin. Weniger bekannt sind bisher ihre filmischen Experimente, die sie – in New York und später auch in Wien – entwickelt hat. Mit Women/Artist/Filmmakers, Inc. war sie 1974 in den USA Mitbegründerin einer Vereinigung filmschaffender feministischer Künstlerinnen. In ihrer Meisterklasse für »Gestaltungslehre – experimentelles Gestalten« an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien gründete sie das damals einzige Lehrstudio für Trickfilme, das bis heute besteht.

23 January 2023
18:15

Wie gehen wir heute mit den in Schweigen gehüllten nationalsozialistischen Täterschaften unserer Vorfahren um? In Konfrontation mit Texten aus der eigenen Familie wird in dieser künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung mit Fokus auf Frauen als Täterinnen die ethnopsychoanalytische Methode der Deutungswerkstatt experimentell auf die Probe gestellt.

25 January 2023
18:15

Kann Erdachtes, das offensiv der Erfahrung widerspricht, Wirkungen im Realen zeitigen? Das 1911 publizierte Buch »Die Philosophie des Als Ob« von Hans Vaihinger bejaht dies emphatisch: Fingieren ist dazu da, die Realität zu erkennen, sie zu durchdringen und folglich zu meistern. Diese Idee fand unter Zeitgenoss*innen ungemeine Zustimmung. Und sie inspiriert – und irritiert – bis heute.

30 January 2023
18:15

While some might think this is a trend unique to the realm of science fiction, today’s tech elites are actively seeking to overcome death. Based on investigations into immortality projects, this lecture will explore how techno-utopians transmit their beliefs as truth and therefore colonize the collective imaginary.