18:00
Markus Schmitz richtet seine Aufmerksamkeit auf einen ebenso jungen wie spannenden Sektor der globalisierten Kulturindustrie. Seine Untersuchung ausgewählter audio-visueller und literarischer Werke von arabisch-amerikanischen SchriftstellerInnen und KünstlerInnen fahndet nach deren gegen-archivischen und produktiv desorientierenden Qualitäten. Können diese Arbeiten neue Darstellungsformen und alternative Verhandlungsräume cross-kultureller Verstehensprobleme hervorbringen, die über unsere herkömmlichen Vorstellungen von Weltliteratur und Weltkunst hinausweisen?
18:00
An Robert Walsers Textoberflächen tummeln sich die Gattungen der Literatur scheinbar inflationär; tatsächlich sind die Texte aber höchst absichtsvoll in den Bedeutungshorizont der literarischen Gattungen eingeschrieben. Am Beispiel Walser diskutiert Paul Keckeis die Möglichkeiten der Gattungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.
14:00 - 18:30
Unter dem Begriff „Knappheit“ wird in den Sozialwissenschaften das Handeln mit knappen Mitteln verstanden. Er kann aber auch als universelles Denkmodell diskutiert werden, das sich auf Alltag und Realität übertragen lässt. Im Rahmen dieses IFK_Workshops wird eine Debatte weitergeführt, die im Herbst 2011 in der „Zeitschrift für Kulturwissenschaften“ begonnen wurde.
18:00
Die Kunsthistorikerin und Anthropologin Ursula Helg richtet in ihrem Vortrag den Blick auf die Adaption von Textilien westlicher Herkunft in Afrika. Diese waren dort schon immer begehrte Importgüter. Sie zeigt anhand von Beispielen, wie sich Stoffe und Kleider im Zuge ihrer Integration verwandelt und eine den lokalen Bedürfnissen entsprechende neue Funktion und einen neuen Sinn angenommen haben.