18:00
Der 20. März 1991 markiert das Ende einer Ära: Im niederrheinischen Kalkar wird der „Schnelle Natriumgekühlte Brutreaktor SNR-300“ stillgelegt und damit zur größten Investitionsruine der alten BRD. Die Geschichte dieses Kraftwerks und seines Chefentwicklers Wolf Häfele markiert jedoch zugleich ein medientechnisch innovatives Denken, das der „Hypothetizität“ seiner technischen Beherrschbarkeit mit neuartigen medientechnischen Mitteln begegnete – mit Computersimulationen. Sebastian Vehlken erzählt, wie aus spekulativen Atomspielen spektakulärer Ernst wurde.
Bevor Kriege geschichtswissenschaftlich erforscht werden, sind sie manchmal bereits zum Filmgenre geworden. Um etwa den Vietnamkrieg historisch zu fassen, kommt die Geschichtsschreibung nicht um das Korpus der Spiel- und Dokumentarfilme herum, welche den Krieg im fernen Indochina nach Hause in die dunklen Kinosäle Europas und Amerikas brachten – lange bevor die Geschichtswissenschaft sich daran machte, ihn zu erforschen.
18:00
Departing from the typographic photo-collage fenster (window), Caroline L. Schopp traces an art-historical arc from fifteenth-century theories of perspective to the postwar Austrian avant-garde. Since the Renaissance, the window has provided a key metaphor for painting, structuring and surveying the subject to be seen. Against such a vision of painting, the avant-garde set out to fracture and close the window. fenster continues the avant-garde’s critique.
19:00
Oskar Negt wird 1934 in Kapkeim bei Königsberg (Ostpreußen) geboren. 1945 flieht er über die Ostsee, danach folgen drei Jahre im Flüchtlingslager in Dänemark. 1962 promoviert er bei Theodor W. Adorno und wird Assistent bei Jürgen Habermas in Heidelberg. 1971 folgt er der Berufung auf den Lehrstuhl für Sozialwissenschaft der Universität Hannover.
18:00
Markus Klammer arbeitete im Studienjahr 2008 / 2009 als IFK_Junior Fellow an seinem Dissertationsprojekt „Bilder der Psychoanalyse. Das Werk des Subjekts“. Nun sind seine Forschungen zu Freud bei Turia & Kant erschienen.