18:00
In ihrem Vortrag zeigt Tamara Ehs anhand von ministeriellen Unterlagen des Dollfuß-Schuschnigg-Regimes, von (bildungs-)politischen Periodika wie „Der christliche Ständestaat“, „Politische Leibeserziehung“ und „Österreichische Pädagogische Warte“ sowie von Filmaufnahmen aus der Wochenschau „Österreich in Bild und Ton“ die politische Bedeutung, praktische Durchführung und den identitätspolitischen Impact jener Hochschullager auf.
18:00
Christopher S.Wood, Professor für Kunstgeschichte an der Yale University, behandelt in seinem Vortrag das Phänomen des „eingebetteten Porträts“ in der Malerei des späten Mittelalters und der frühen Renaissance. Gemeint ist damit das Bild einer realen Person, das in eine biblische Szene eingeführt wird.
18:00
Eva Geulen hält einen Vortrag zu Giorgio Agamben.
16:00
Gegen den stark rezipierten Begriff des „bloßen Lebens“, unter dem der italienische Philosoph Giorgio Agamben eine Funktion souveräner Politik sieht, die stets schon Biopolitik gewesen sei, hat Agamben mit dem Begriff der „Lebensform“ eine Wahrnehmungsart angedeutet.
18:00
Bis zur Frühen Neuzeit gab es ein soziales wie juristisches Übereinkommen darüber, Kriminelle in Schandbildern öffentlich zu porträtieren. Ein Common Sense, der dieser Tage als längst abgeschlossen und unwürdig gilt. Dennoch sind wir in vielen Medien ständig mit Bildern konfrontiert, die das Ansehen eines Menschen zunichte machen. Wie entwickelte sich die Ikonografie der Schändung im Laufe der Jahrhunderte? Und wie werden im Rahmen dieser Praxis die Begriffe von Ruhm, „memoria“ und Ehre thematisiert? Fragen, denen der Kunsthistoriker Christian Joschke nachgeht.