Program

24 - 30 August 2014

Der Begriff „kulturelle Übersetzung“ wurde ursprünglich in der Anthropologie geprägt, um zu beschreiben, was bei der Begegnung von Kulturen passiert. Inzwischen untersuchen verschiedene Fachdisziplinen Techniken der Übersetzung in ihrem eigenen Gebiet. „Wenn die Vergangenheit ein fremdes Land ist, dann ist selbst der einsprachigste Historiker ein Übersetzer“, bemerkte Peter Burke, als er die Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit untersuchte. Im Verstehen von Phänomenen der eigenen Kultur kann man den Transfer entdecken, der Praktiken anderer Menschen in unseren eigenen Erfahrungs- und Wortschatz verwandelt. Und da die Fachsprachen z. B. der Philosophie, Juristerei, Medizin, Physik, Genforschung oder zuweilen auch der Medienwissenschaft sich weit vom Alltagssprachgebrauch entfernt haben, bedarf es sachkundiger und sprachgewandter WissenschaftsjournalistInnen, um eine Verständigung über Fachgrenzen hinweg zu ermöglichen. In den einzelnen Sektionen der IFK_Akademie sollen NachwuchswissenschafterInnen fünf verschiedene Formen von Übersetzung untersuchen.