18:15 - 20:00
„You are nobody unless you have said something about this text“, sagte Paul de Man 1986 über Walter Benjamins Aufsatz „Die Aufgabe des Übersetzers“ (1921/23). Zöge man heute Resümee, dürfte es kaum noch Nobodys geben.
18:15 - 20:00
Responding to the far-reaching transformations of recent decades, Moishe Postone will outline an approach that seeks to place consideration of the historical dynamics of modernity at the center of critical social analysis.
18:15 - 20:00
Das Operndorf ist das letzte große Projekt des deutschen Künstlers Christoph Schlingensief (1960–2010). Für sein Vorhaben konnte er den in Berlin arbeitenden Burkinabé Diébédo Francis Kéré als Architekten gewinnen. Gemeinsam haben die beiden das Operndorf in der Form entwickelt, wie es nun auch nach Schlingensiefs Tod in Burkina Faso verwirklicht wird.
09:30 - 18:30
Als Kampfbegriff vom politischen Gegner geprägt, wurde das Rote Wien retrospektiv zum Mythos vom gelungenen gesellschaftspolitischen Gegenmodell. Mehr noch als seine Anfeindungen von außen sind es seine inneren Widersprüche, an die heutige und heute beinahe vergessene Fragen anknüpfen: Gibt es ein richtiges Leben im falschen?
18:15 - 20:00
Die Verwaltung „Kakaniens“ hat Robert Musil einst mit liebevoller Ironie „die beste Bürokratie Europas“ genannt. Als eine Art rationalisierter und demokratisierter Inquisition hat sie hingegen der Jurist Albert Drach erfahren. Seine Romane machen der Bürokratie und ihren Nachwirkungen bis in die Zweite Republik auf eigentümliche Weise den Prozess. Ein Vortrag von Burkhardt Wolf.
18:30 - 20:00
Es hat sich eingebürgert, von Paris, Wien, Berlin als den Zentren der europäischen Moderne zu sprechen. Die Stadt, in der man, wie Friedrich Nietzsche meinte, erfahren könne, was mit Europa geschieht, taucht in diesem Koordinatensystem nicht auf. Dabei markiert der Chronotop Petrograd/1917, dessen Jubiläum in einem Jahr begangen wird, eine Bruchstelle wie keine andere europäische Metropole.
18:15 - 20:00
Reden, schwatzen, parlieren … Es gibt viele Umschreibungen für das Phänomen der Geschwätzigkeit, das man auf den ersten Blick nicht mit der Romankunst des 19. Jahrhunderts in Verbindung bringen würde. Gleichwohl hat es dort einen prominenten Ort. Barbara Naumann untersucht die Funktion des Redens am Rande der Sinnlosigkeit im Roman.