18:00
Der Gulag ist ein Synonym für das grausame und zugleich perfekte Repressionssystem der Sowjetunion unter Stalin. Renate Lachmann untersucht zwei Arten literarischer Schreibweisen, die diese traumatischen Geschehnisse in Straflagern und Verbannungsorten wiedergeben: die der persönlichen Zeugenschaft und die der nachgeborenen LiteratInnen.
Er ist der Prototyp eines einsamen Helden und doch nie allein: Schon lange bevor der schiffbrüchige Robinson Crusoe auf den „Wilden“ Freitag trifft, sind imaginierte und echte Tiere seine ständigen Begleiter. Der der Zivilisation verlustig gegangene Kaufmann muss sich nun fragen: Wie ist eine Kultivierung der Insel mit und gegen die Tiere möglich?
18:00
Die indische Bäuerin Diti, die Protagonistin in Amitav Ghoshs Roman „Das mohnrote Meer“ (2008), schuftet am Oberlauf des Ganges für den englischen Opiumhandel. Obwohl andere Feldfrüchte wie Weizen, Linsen oder Gemüse viel nützlicher für sie wären, pflanzt sie jeden Winter Schlafmohn auf dem kleinen Feld vor ihrem Haus an. Rolf Bauer fragt, warum.
18:00
Clemens Peck lehrt und forscht an der Universität Salzburg. Sein Buch „Im Labor der Utopie“ ist im Jüdischen Verlag erschienen und geht den Ideen Theodor Herzls zu einer zionistischen Zukunftsgemeinschaft nach.