Program

02 December 2013
18:00

The concept of the form of life has its roots in ancient Greek and Roman philosophy, particularly in the work of Aristotle. As Alessia Ricciardi argues, the notion acquires a crucial new significance in the reflections on modernity offered by an important genealogy of European poets, critics, and philosophers that includes Baudelaire, Nietzsche, Simmel, Benjamin, and Wittgenstein.

05 - 06 December 2013

„Fakta, und kein moralisches Geschwätz“ – mit diesen Worten meldet sich der Herausgeber des “Magazins für Erfahrungsseelenkunde”, Karl Philipp Moritz, zu Wort. Die Zeitschrift, deren Vorrede sie entstammen, wirbt mit einem Schlagwort, das in Literatur und Wissenschaft der Aufklärung bevorzugtes Interesse genießt. Fakten gelten als eine Form der erfahrungsgeleiteten Aufzeichnung, die Naturphänomene und Begebenheiten in einer vom Menschen unbeeinflussten Weise festhalten soll und ihrer voreiligen methodologischen oder moralischen Vereinnahmung entgegenwirkt.

09 December 2013
18:00

Wie kann „niemand“ einem erzählenden Ich helfen und mit diesem – lauter werdend – ins Gebirge gehen? Caroline Scholzen geht in ihrem Vortrag den Irritationen und Störmomenten nach, die das Indefinitpronomen „niemand“ im Gefüge der Texte Franz Kafkas erzeugt.

12 December 2013
18:00

Die Geschichte der psychotropen Substanz Lysergsäurediethylamid, kurz LSD, kann als eine spannende und faszinierende Biographie gelesen werden: Es nimmt 1943 im Labor eines Schweizer Chemikers als synthetisches Derivat seinen Anfang, dann geht LSD als Medikament, psychotherapeutisches Hilfsmittel, Kampfstoff und Leitsubstanz der Hippies unterschiedlichste Wege. Die Literaturwissenschafterin Jeannie Moser zeichnet diese Karrieren, die zu einer Idee des neurochemischen Selbst führen, in ihrer neuesten Publikation nach.

16 December 2013
18:00

Ingo Zechner, Autor einer Monografie über den französischen Philosophen Gilles Deleuze, erweitert dessen Typologie des kinematografischen Bildes. In seinem Vortrag skizziert er den Typus des Evidenz-Bildes anhand von ephemeren Filmen, wie Amateurfilmen, Unternehmensfilmen oder Werbefilmen, zum Nationalsozialismus in Österreich.