18:15
This talk will inquire into the »epistemic disconcertment« between divergent practices of knowledge creation. Drawing on the resonances between Emanuele Coccia’s plant humanities and the »ecology of practices« of translators of North-American indigenous thought, the focus will be on a form of bewilderment that provides fresh ideas for translation.
18:15
!!!ACHTUNG VERSCHIEBUNG!!!
Leider muss der Vortrag von Kerstin Mayerhofer auf 23. März 2022 verschoben werden.
Jüdische Männer würden, genau wie Frauen, »menstruieren« – davon berichtet ein Kanon von vormodernen christlichen Quellen. Sie kreieren ein Bild von jüdischer Identität, in dem sich Vorstellungen von religiöser, sozialer und körperlicher Minderwertigkeit verschränken. Der Vortrag zeichnet die Geschichte dieses unbekannten antisemitischen Motivs nach.
18:15
Zeitgenössische Mobilitätsvisionen tendieren zum Auto-Automobil. Dabei soll die Steuerung vom Fahrer zum Fahrzeug übergehen, das seine Fahrweisen selbst bestimmt. Eine Verschiebung, die auch die Menschenbilder der Autoindustrie sowie die Subjektivierungsweisen der Fahrzeuginsassen nicht unberührt lässt.
18:15
Spezifische künstlerische Methoden und Ausdrucksmöglichkeiten der 1960er-Jahre werden nach den Erkenntnissen der »Kulturvirologie« erst vor dem Hintergrund neuer, physikalisch und biologisch inspirierter Interaktionsmodelle nach dem »Prinzip Virus« denkbar, die ihre Entsprechung in Mikrobiologie, Ökologie und biologischer Strukturkoppelung finden.
18:15
1930 bezeichnet der sowjetische Semiotiker Walentin Woloschinow die indirekte Rede als »Rede in Rede … und gleichzeitig Rede von Rede«. In diesem Vortrag wird die indirekte Rede als literarisches und formales Verfahren betrachtet, mithilfe dessen österreichische Autor*innen grundlegende sozialpolitische Fragen der Nachkriegszeit aufwerfen.
Tagtäglich orientieren wir uns an Richtungshinweisen. Dass wir damit bedenkenlos einem Zeichen folgen, dessen materieller Referent mit dem Pfeil ein gefährliches, oft tödliches Geschoß darstellt, entgeht uns dabei meistens und ist nicht zuletzt auf die Ausdifferenzierung der Zeichenfunktion des Pfeils in der visuellen Kultur der Moderne zurückzuführen.