Das Ende des Mittelalters bedeutet Aufbruch in eine säkularisierte Moderne und Zerbrechen eines gottdurchwalteten Kosmos. Beiden Bildern ist gemein, dass die Religion als Hauptagent sowohl des Niedergangs wie auch der harmonischen Einheit gedacht wird. Phänomene werden untersucht, die sich der christlichen Leitkultur widersetzen oder Kompromisse mit ihr eingehen.
18:00
Isabel V. Hull ist John Stambaugh Professor of History an der Cornell University in New York. Sie widmet ihre Forschungen den unterschiedlichen nationalen Interpretationen des Völkerrechts während des Ersten Weltkriegs und danach.
18:00
Ursula Renner-Henke ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft seit dem 18. Jahrhundert und Kulturwissenschaft im Fachbereich Geisteswissenschaften – Germanistik an der Universität Duisburg-Essen. Sie beweist in ihrem Vortrag, dass Jeff Walls Kunst viel mehr mit den Forschungen Carl E. Schorskes verbindet, als es zunächst den Anschein hat.
18:00
Der Dichterphilosoph Lucrez übersetzte in der Spätphase der römischen Republik die Naturphilosophie Epikurs nicht nur vom Griechischen ins Lateinische, sondern auch von der Prosa in die Poesie. Jakob Moser fragt in seinem Vortrag danach, ob dieser Wandel der Textgattungen neue Denkwege eröffnet hat.